Großbrand im ehemaligen Nachtclub an der B 57 in Kalkar


Kalkar.  
Fünf Stunden lang hat die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag den Großbrand eines ehemaligen Nachtclubs an der B 57 in Kalkar bekämpft.



Inhalt 







Der Brandgeruch lag am Samstagmittag noch deutlich in der Luft, als die Freiwillige Feuerwehr Kalkar ihren Einsatz am ehemaligen Nachtclub „Haus Manier“ an der Bundesstraße 57 gerade beendet hatte. In der Nacht zuvor gegen 2.30 Uhr waren der Löschzug Kalkar-Mitte sowie die Löschgruppen Appeldorn und Hönnepel alarmiert worden, weil das leer stehende Gebäude des früheren Bordells aus noch ungeklärter Ursache lichterloh in Flammen stand.

Das Feuer zerstörte komplett den Anbau, der nun in Trümmern liegt. Das Haupthaus ist weniger stark betroffen, allerdings unbewohnbar. Bei dem Großbrand wurde niemand verletzt, der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst des Kreises Kleve musste nicht eingreifen. Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte vor Ort.

Viel brennbares Material

Die Feuerwehrleute hatten den Brandherd nach ihrem Eintreffen schnell im Anbau ausfindig gemacht. „Das Feuer war unter Kontrolle, das Löschen gestaltete sich jedoch schwierig“, stellte Feuerwehr-Pressesprecherin Manuela Mohn fest. Es habe durch die verwinkelte Bauweise und die große Menge an brennbarem Material und Dämmung mehr als fünf Stunden gedauert, das Feuer zu bekämpfen.

Über einen bei der Firma Hegmann in Uedem angestellten Kameraden konnte die Freiwillige Feuerwehr noch in der Nacht schnell einen Bagger organisieren, der die Seitenteile des Anbaus einriss. „Damit konnten wir die Glutnester und kleinere Brandherde komplett ablöschen“, sagte Mohn.

Übung nach dem Einsatz

Bis zu sechs Trupps hatten sich zwischenzeitlich unter der Einsatzleitung von Feuerwehr-Chef Georg Bouwmann und seinen Stellvertretern Helmut Hessel und Roland Matenaer durch das Gebäude mit dessen vielen Räumen gekämpft. „Das war durchaus kräftezehrend“, sagte Manuela Mohn, die sich mit den Kameraden vom Löschzug Kalkar-Mitte eigentlich um 5.30 Uhr zur Abfahrt nach Münster treffen wollte.

Beim dortigen Institut der Feuerwehr NRW hatten sich die Kalkarer für eine Übung über das Wochenende angemeldet. „Wir sind dann um kurz nach 11 Uhr vom Einsatzort Richtung Münster losgefahren“, sagte Feuerwehr-Sprecherin Manuela Mohn am Telefon. Der Löschzug Wissel hatte die Kameraden abgelöst. Die Löschgruppe Grieth wiederum versorgte die Einsatzkräfte mit Kaffee und Würstchen. Es war der größte Einsatz für die Kalkarer Feuerwehr seit dem Dachstuhlbrand in einem Haus nahe der St.-Nicolai-Kirche im Juli 2018.

Bundesstraße war stundenlang gesperrt

Die B 57 blieb am Samstag bis etwa 11 Uhr gesperrt. Laut Polizei ist der entstandene Sachschaden noch nicht zu beziffern. Die Ermittlungen zur Brandursache seien noch in der Nacht von der Kriminalpolizei aufgenommen worden und dauerten an.