Leichnam Francos wird auf Friedhof bei Madrid umgebettet

Der Leichnam des früheren spanischen Diktators Franco soll am 10. Juni umgebettet werden.

Die Regierung in Madrid teilte mit, dass man dann die bislang im “Tal der Gefallenen” ruhenden Gebeine exhumieren wolle, damit Francos Familie sie noch am selben Tag auf einem Friedhof nördlich der Hauptstadt wieder bestatten könne. Die Öffentlichkeit sei nicht zugelassen, es werde auch keine Fotos oder Film- und Fonaufnahmen geben.

Die Regierung hatte im August 2018 die umstrittene Umbettung beschlossen. Hintergrund ist, dass das “Tal der Gefallenen” – ein riesiges Mausoleum nahe Madrid – eine Pilgerstätte für Rechtsextreme ist. Die Familie Francos wollte ursprünglich, dass der Leichnam in das Familiengrab kommt. Das befindet sich in einer zentralen und öffentlichen Kathedrale in der Hauptstadt Madrid – und kam deshalb als neue Ruhestätte für die Regierung nicht in Frage.

Franco löste durch einen Putsch gegen die gewählte republikanische Regierung 1936 den spanischen Bürgerkrieg aus. Nach dem Sieg der rechten Kräfte drei Jahre später regierte er das Land bis zu seinem Tod 1975 als Diktator.