Spielabbruch nach Pyro-Skandal

Skandalöse Szenen in der Schweiz: Mit massivem Einsatz von Pyrotechnik haben Anhänger des abstiegsbedrohten Erstligisten Grasshopper-Club Zürich einen Spielabbruch provoziert.

Nachdem im Kellerduell beim FC Sion zu Beginn der zweiten Halbzeit zum wiederholten Male Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock auf den Rasen geflogen war, brach Schiedsrichter Lionel Tschudi die Partie in der 55. Minute beim Stand von 2:0 für das Heimteam ab.

“Die Sicherheit der Spieler war nicht mehr gewährleistet”, begründete Tschudi anschließend bei Teleclub seine Entscheidung.

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Versuche der GC-Profis, den eigenen Anhang zu besänftigen, schlugen laut Schweizer Medienberichten fehl. Stattdessen sollen sogar Feuerwerkskörper in Richtung der Spieler geflogen sein.

“Die Leute waren dermaßen aufgegeilt, die waren wie wilde Tiere”, echauffierte sich GC-Präsident Stephan Anliker. “Was da passiert ist, ist fast nicht zu glauben. Es ist unentschuldbar, nicht nur für GC, auch für den Schweizer Fußball. Das ist eine Katastrophe, was da passiert ist. Ich weiß nicht, was in ihren Köpfen vorgeht.”

Sportlich befinden sich die Zürcher am Tiefpunkt, in den vorangegangenen neun Spielen holte der Tabellenletzte nur einen Punkt. Aufgrund der sportlichen Misere musste im Februar Trainer Thorsten Fink gehen, die erhoffte Wende gelang aber auch unter dessen Nachfolger Tomislav Stipic zunächst nicht.