27:26 beim EHV Aue – Traum-Einstand für Trainer-Duo Claasen/Engelhardt beim VfL Lübeck-Schwartau



Schlusspfiff in der Erzgebirgshalle. Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt fallen sich in die Arme. Die Mannschaft jagt auf ihr Bollwerk, Dennis Klockmann, zu. Mit 18 Paraden war der Torwart-Riese der Matchwinner, hatte den 27:26 (13:14)-Erfolg beim EHV Aue festgehalten. Das neue Trainer-Doppelspitze Claasen/Engelhardt hat die Zweitliga-Feuertaufe im Spiel eins nach Torge Greve gemeistert. So ganz nebenbei ist es der fünfte Sieg in Folge für Schwartaus Handballer.



“Wir sind als Team gefestigt”



„Ein Supereinstand für Gerrit und ,Engel’. Wir freuen uns für sie. Es zeigt aber auch, dass wir als Team gefestigt sind“, erklärte Martin Waschul. Der Käptn sieht sich bestätigt. Denn die Mannschaft hatte sich klar für Claasen/Engelhardt ausgesprochen. Und die Bilder sprachen für sich: Jeder der Spieler klatschte das Duo einzeln ab. Marcel Möller hob Claasen sogar jubelnd in die Höhe. Und der gab danach zu: „Der Stein, der geplumpst ist, war schon riesig. Das muss man nach dem ganzen Drumherum schon sagen.“



VfL siegt aus ohne Linksaußen und Torjäger Metzner



Damit meinte Claasen auch das Handicap, dass der VfL ohne etatmäßigen Linksaußen (Damm verletzt, Glabisch erkrankt) ins Erzgebirge gereist war. Nicht genug: Mitte der ersten Halbzeit fiel auch noch Top-Torjäger Antonio Metzner nach einem Schlag gegen den Kopf mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus. „Es ist sicher leicht zu sagen, dass wir zusammenrücken“, erklärten Claasen und Engelhardt, „dass aber gegen diesen Gegner zu zeigen, spricht für die Jungs.“ Für beide ist der Gewinner des Spiels so auch „der Teamgeist“.



Starker Köhler am Kreis



Denn vor 1500 Zuschauern startete der VfL gut, aber nicht fehlerfrei. Tollen Aktionen, vor allem über den Kreis (Köhler stark), folgten einfache Ballverluste beim Zuspiel. „Da waren immer ein, zwei Fehler zu viel, die Abwehr auch nicht konsequent“, fand Waschul. Nur: Der VfL war im Hin und Her zumeist immer einen vor, vor der Pause zuletzt beim 12:11 (25.). Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, „spielerisch sicher nicht die ganz große Kunst, aber die war auch nicht gefragt“, befand Claasen. Doch beim 17:19 (41.), dem Auer Zwischenhoch, drohte die Partie zu entgleiten. „Wenn sie da auf drei weggehen, ist das Spiel weg“, gab Claasen später zu, „doch die Jungs haben gegengehalten. In den letzten zwölf Minuten haben wir die Big Points gemacht.“



Klockmann als Rückhalt



Mit Torwart-Riese Klockmann (Claasen: „Ein Extra-Lob, ein großer Baustein“), der nach dem 19:21 (46.), acht Minuten seinen Kasten vernagelte. Mit Toni Podpolinski und Finn Kretschmer auf rechts (zusammen acht Treffer). Und Jacob Cordes aus der Zweiten als gutem Ersatz-Linksaußen (2 Treffer). Claasen: „Das war besonders erfreulich. Jacob hat die komplette zweite Halbzeit durchgespielt.“ Mehr als nur eine Geste: Vom Team wurde er zum „Player of the Match“ nominiert. Der VfL drehte die Partie, setzte sich auf 25:22 (55.) ab. Den Deckel machte Markus Hansen drauf. Nah am Zeitspiel, wühlte er sich durch, traf 67 Sekunden vor Schluss zum 27:24.

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Claasen überglücklich: „Wir haben uns durch kritische Phasen gekämpft, mehr als nur ein Spiel gewonnen. Das gibt Mut für die nächsten Aufgaben.“ Die nächste heißt Nordhorn. Der Tabellendritte kommt am Freitag in die Hansehalle. Jens Kürbis



VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 60./18/ 2 Paraden), Mallwitz (1 Siebenmeter gehalten) – Cordes 2, Otten 2, Podpolinski 4, Hansen 2, Schult 5, Köhler 5, Kretschmer 4, Möller 1, Metzner 2, Waschul, Schrader, Bruhn.
Siebenmeter: 5/2 (Klockmann pariert gegen Meinhardt und Neuteboom, Mallwitz gegen Meinhardt) – 0. Zeitstrafen: 4 – 3.
Spielfilm: 3:3 (10.), 7:6 (15.), 9:10 (21.), 12:12 (28.), 14:13 (HZ) – 15:16 (35.), 17:17 (39.), 21:19 (46.), 21:24 (54.), 24:27 (59.), 26:27 (Ende).

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