40 Kilometer lange Geisterfahrt auf der A9 endet tödlich

Keine Überlebenschance hatte der 82-jährige Opel-Fahrer aus dem Landkreis Aichach, nachdem er nach einer 40 Kilometer langen Irrfahrt bei Denkendorf mit einem Auto kollidierte.
Keine Überlebenschance hatte der 82-jährige Opel-Fahrer aus dem Landkreis Aichach, nachdem er nach einer 40 Kilometer langen Irrfahrt bei Denkendorf mit einem Auto kollidierte. Heinz Reiß

Denkendorf

Mehrere Versuche, den Opel mit Streifenwagen zum Anhalten zu bewegen, schlugen fehl. Kurz vor der Ausfahrt Denkendorf kam es dann nach Informationen der Polizei zu einem Frontalzusammenstoß mit einem BMW, der von einem 75-Jährigen aus dem Landkreis Fürth gesteuert wurde. Dabei fing der BMW Feuer. Der eingeklemmte 75-Jährige konnte von Polizeibeamten aus dem brennenden Wagen geborgen werden, das Fahrzeuge wurde durch die alarmierte Feuerwehr endgültig gelöscht. Der BMW-Fahrer erlitt Brüche und Verbrennungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Regensburg gebracht. Sein 78-jähriger Beifahrer wurde nur leicht verletzt.

Der 82-jährige Unfallverursacher zog sich bei dem Unfall tödliche Verletzungen zu. Hinweise, wie es dazu kommen konnte, dass der Opelfahrer zum Geisterfahrer wurde, liegen bislang noch nicht vor.
 

Geisterfahrer-Unfall A9 Denkendorf
 Die beiden Insassen des BMW kamen mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Heinz Reiß

Denkendorf

Durch die verständigte Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachten angeordnet. Die lange Irrfahrt des Seniors sorgte für einen Großeinsatz auf der A9. Die Polizei war mit mehreren Streifen sowie mit einem Polizeihubschrauber unterwegs, aus Regensburg kam ein Rettungshubschrauber, außerdem waren mehrere Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge mit Notärzten am Unfallort.

Die A9 zwischen Denkendorf und Lenting ist nach wie vor gesperrt. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die empfohlene Umleitung geht über die U60.