Bluttest auf Down-Syndrom soll Kassenleistung werden

Die gesetzlichen Krankenkassen werden nach “Spiegel”-Informationen voraussichtlich die Kosten für einen vorgeburtlichen Bluttest auf das Down-Syndrom übernehmen.

Wie das Magazin berichtet, einigte sich der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten, Kliniken und Patientenvertretern auf einen entsprechenden Beschlussentwurf. Das Gremium will demnach vorschlagen, dass die Krankenkassen den Test bezahlen – allerdings nur bei besonderen Risiken oder Auffälligkeiten in der Schwangerschaft. Details sind noch umstritten. So fordern Patientenvertreter, dass der Test erst nach der zwölften Schwangerschaftswoche bezahlt wird. Eine Abtreibung ist bis dahin keine Straftat, wenn die Frauen zuvor eine Konfliktberatung besucht haben.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe und das Down-Syndrom Netzwerk Deutschland kritisieren die Untersuchung. Sie argumentieren, bei Menschen mit Down-Syndrom verstärke sich dadurch die Angst, in der Gesellschaft nicht gewollt zu sein.