Das Hoffen auf ein gutes Heimspiel

Wer fünf Runden vor Schluss neun Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz erarbeitet hat, muss sich keine Sorgen mehr machen. Doch im Falle der Oberliga-Handballer des HTV Hemer soll das nicht heißen, dass sie die Saison entspannt ausklingen lassen. „Vier Punkte sollten wir schon noch holen“, sagt Trainer Tihomir Knez und hätte natürlich nichts dagegen, wenn seine Mannschaft damit gleich im Heimspiel gegen den VfL Mennighüffen loslegen würde.

Der Coach erwartet eine Partie auf Augenhöhe, in der er von seiner Mannschaft eine deutliche Steigerung gegenüber dem Duell mit Hamm verlangt. „Ich hoffe einfach, dass sie sich zusammenreißen und den eigenen Zuschauern eine vernünftige Leistung anbieten.“ Aber die Skepsis schwingt in seinen Worten mit, denn bei einigen seiner Akteure fehlt ihm in der Endphase der Serie die passende Einstellung.

Knez sehnt das Ende einer komplizierten Serie herbei

Im Hinspiel hatten die Ostwestfalen dem Gegner viele Probleme über den Kreis sowie mit ihrer sehr kompakten 6:0-Deckung bereitet. „Und da war mit Tomasz Tluczynski eine große Stütze gar nicht dabei“, ergänzt Knez. Mennighüffen lebt von seiner Heimstärke und hat auswärts erst vier Punkte geholt. Dabei soll es, so der Wunsch des Trainers, auch bleiben. Er muss auf den beruflich verhinderten Alessio Sideri verzichten, dessen Part Max Burschik übernimmt. „Aber es ist nicht entscheidend, wer aufläuft, sondern ob diszipliniert gespielt und die Fehler minimiert werden.“

Tihomir Knez räumt ein, dass er das Ende einer komplizierten, von internen Querelen geprägten Saison herbei sehnt, um sich dann um den Umbruch und den Aufbau einer neuen Mannschaft zu kümmern. Über deren Zusammensetzung schweigt er sich aus und lässt nur durchblicken, dass es vielversprechende Zugänge geben könne.

Einer von denen, so ist hinter den Kulissen zu vernehmen, soll der in der Bundesliga-A-Jugend der SG Menden spielende Chilene Matias Paya Matus sein, der sich derzeit in seiner Heimat mit der Jugendnationalmannschaft auf die WM-Qualifikation vorbereitet. Für den Drittligakader haben die Wölfe den Halblinken nicht eingeplant, so dass er ein anderes Betätigungsfeld sucht. Und die HTV-Verantwortlichen sind offenbar dabei, einen Knüller zu landen. Der bei Sporting Lissabon unter Vertrag stehende Kroate Bozko Bjelanovic (33) soll dank der Aussicht auf eine Arbeitsstelle mit einem Wechsel ins Sauerland liebäugeln.
HTV Hemer – VfL Mennighüffen

Samstag, 19 Uhr, Grohe-Forum
HTV: Spiller, Müller; Henkels, C. Klein, Burschik, Springer, M. Klein, Krause, Kötter, M. Frenzel, Rosenbaum, Klisch, B. Frenzel, Becker.
Letzte HTV-Resultate: 27:38 (H) Hamm II, 23:22 (A) TSG Bielefeld – Hinrunde: 25:20 für den VfL.