Dieses Lebensmittel kann das Risiko für Demenz um die Hälfte verringern!

Ratgeber – Manche lieben sie, manche hassen sie: Pilze. Eine Studie der National University of Singapore ergab nun, dass Pilze wahre Wunder bewirken können, wenn es um unser Gedächtnis geht!

Pilze haben einen positiven Effekt auf unser Gedächtnis! (Symbolbild)
Pilze haben einen positiven Effekt auf unser Gedächtnis! (Symbolbild)

Forscher schrieben im März im Journal of Alzheimer’s Disease, dass besonders ältere Menschen das Risiko für eine anfängliche Demenz um die Hälfte (!) verringern können, wenn sie pro Woche zwei Portionen (jeweils 150 Gramm) gedünstete Pilze essen. Das berichtet die “Daily Mail“. Selbst noch kleinere Mengen können bereits positive Auswirkungen auf kognitive Beeinträchtigungen haben.

In einer sechsjährigen Studie (2011-2017) befragten Wissenschaftler nämlich mehr als 600 chinesische Senioren, die über 60 Jahre alt waren, über ihre Gesundheit und Ernährung.

Mittels umfassender Interviews und neuropsychologischer Tests konnten die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer eingeschätzt werden. Zudem konnten Wissenschaftler feststellen, ob bei den Probanden bereits eine Demenz vorlag.

In der Untersuchung wurden dann die Effekte von insgesamt sechs Speisepilzen, die häufig gegessen werden, überprüft. Dazu gehörten der Champignon, der Austernpilz sowie der Shiitake-Pilz. Auch Pilze aus der Dose sowie getrocknete Pilze wurden in die Studie miteinbezogen. Forscher glauben aber, dass auch andere Pilzarten diese positiven Eigenschaften aufweisen.

Pilze können das Risiko für Demenz um die Hälfte reduzieren. (Symbolbild)
Pilze können das Risiko für Demenz um die Hälfte reduzieren. (Symbolbild)

Das Ergebnis zeigte, dass diejenigen, die mehr als zwei Portionen gekochte Pilze wöchentlich aßen, das Risiko an Demenz zu erkranken um 50 Prozent reduzierten.

Doch wie können Pilze vor Demenz schützen? Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Pilze bestimmte Aminosäuren und Inhaltsstoffe besitzen, die vor kognitiven Verfall schützen. Einer dieser besonderen Stoffe ist das Ergothionein (ET), das der Körper nicht selbst herstellen kann und antioxidativ sowie entzündungshemmend wirkt, erklärt Dr. Irwin Chea, Forscher an der biochemischen Fakultät in Singapur.

Weist ein Mensch einen ET-Mangel auf, kann das Risiko für eine Demenz-Erkrankung steigen. Nimmt man den Stoff jedoch regelmäßig durch den Konsum von Pilzen auf, kann das vor kognitiven Beeinträchtigungen schützen.

Beim Gang durch den Supermarkt lohnt es sich also, eine Pilz-Packung mehr in den Einkaufswagen zu legen!