Duisburger Rheinbrücke: 3.000 Schäden durch Dauerverkehr

Seit ein Schrankensystem mit Waage den Verkehr kontrolliert, gingen die Zahlen zurück, teilte das NRW-Verkehrsministerium am Samstag (16.03.2019) mit. “Offenbar hat sich die Kontrolle mithilfe einer Lkw-Waage inzwischen herumgesprochen“, sagte ein Sprecher.

An der neuen LKW-Schranke vor der Duisburger Rheinbrücke wird ein Lastwagen herausgewunken.

LKW-Schranke vor Duisburger Rheinbrücke

Um die Strapazen für die Brücke zu begrenzen, werden seit Herbst 2018 in Richtung Essen Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 40 Tonnen oder einer Achslast von mehr als 11,5 Tonnen herausgewunken und zu einem Kontrollplatz geleitet. Dort wird ein zweites Mal nachgewogen. In manchen Fällen sei die Ladung nur falsch verteilt, hieß es. Sind die Fahrzeuge zu schwer, muss der Betreiber einen zweiten Lastwagen anfordern und umladen.

Risse im Brücken-Unterbau

Die meisten Schäden sind demnach Risse in den Schrägstreben des stählernen Unterbaus. Ein Team von 18 Arbeitern pro Schicht ist ständig auf Kontrollgang.

Schrägstreben unter der Rheinbrücke in Duisburg

Schrägstreben unter der Rheinbrücke in Duisburg

Gravierende Schäden, die die Substanz des Bauwerks gefährden, müssen sofort geschweißt werden. “Das hatten wir aber schon länger nicht mehr. Derzeit sind alle dringlichen Mängel unter Kontrolle“, wie Norbert Cleve von Straßen-NRW in Krefeld erklärte. Die kleineren Risse würden nach und nach abgearbeitet.

Neubau für 340 Millionen Euro

Die Brücke soll neu gebaut und ein drei Kilometer langer Abschnitt der A40 auf acht Spuren erweitert werden: Kostenpunkt 340 Millionen Euro.

Am 4. März 2019 endete die Frist, um gegen den Beschluss zu klagen. Laut dem Bauträger Deges ist beim Bundesverwaltungsgericht keine Klage eingegangen. Damit können die Bauarbeiten wie geplant im Sommer beginnen.