Jetzt gibt Leonberg wieder den Takt vor

VfL Waiblingen (4.) – SV Leonberg/Eltingen (1.)

Lange hat sich der Leonberger Trainer geweigert, von Platz eins oder dem zur Relegation berechtigenden zweiten Rang zu sprechen. Sechs Spieltage vor Schluss kommt auch er nicht mehr drum herum. „Es würden mich ja alle für verrückt erklären, wenn ich jetzt noch vom Klassenerhalt reden würde“, sagt Tobias Müller. Nach dem unerwarteten Ausrutscher des TSV Schmiden gegen den TSV Alfdorf, gegen den ja auch die Leonberger zu Hause leer ausgingen, grüßt der SV plötzlich sogar wieder von ganz oben.

Es darf gerechnet werden. Die vom Papier her schwierigsten Aufgaben stehen dem Spitzenreiter jetzt in Waiblingen und am 6. April in Schmiden bevor. Mit acht Zählern aus den letzten sechs Begegnungen ist Leonberg Platz zwei kaum noch zu nehmen. Kommen zwei von den acht Punkten auch noch aus Waiblingen, in dessen Reihen der ehemalige Leonberger Schlussmann Ruben Keller steht, dann ist die Vizemeisterschaft schon sicher. „Das ist ein richtungsweisendes Spiel“, sagt deshalb Tobias Müller.

Der Druck liegt jedoch bei den Gastgebern. Wollen sie noch ein Wort im Aufstiegsrennen mitreden, müssen sie heute (20 Uhr, Rundsporthalle) gewinnen. Der Leonberger Kader ist komplett. Lars Neuffer (Pferdekuss) und Andreas Binder (Knieprobleme) sind einsatzbereit. Torhüter Max Schneider musste erkältungsbedingt im Training pausieren, soll aber heute Abend dabei sein.

Landesliga Staffel 1, Männer

TV Großbottwar (7.) – TSF Ditzingen (4.)

Ihre Wunden aus der vergangenen hitzigen Heimpartie gegen den nun bereits feststehenden Meister SG Weinstadt haben die Ditzinger noch nicht ganz geleckt. „Die Trainingswoche war nach diesem emotionalen und kampfbetonten Spiel schwer“, sagt Ditzingens Trainer Jörg Kaaden. Mark Falkenburger hatte im 21. Saisonspiel von einem Gegner einen unglücklichen Schlag mit dem Ellbogen gegen die Lippe bekommen. Diese wurde genäht, zudem war ein Zahn locker, der stabilisiert werden musste. Falkenburger fällt wohl, wie Alexander Nicolai, der sich verletzt hatte, für den Rest der Saison aus.

„Da sind wir schon etwas geschwächt, denn die beiden sind tragende Säulen“, sagt der TSF-Trainer. Eventuell wieder einsatzbereit ist Patrick Droxner, der wegen Problemen mit der Achillessehne früh ausgewechselt werden musste. „Wir haben trotzdem noch genügend Spieler“, so Kaaden, der am Sonntag einen heimstarken TV Großbottwar erwartet – nur gegen die SG Weinstadt hat der TV bislang in eigener Halle mit einem Tor Unterschied verloren. Anpfiff der Begegnung in der Wunnensteinhalle ist um 16.45 Uhr.