Nach HSV-Pleite gegen Darmstadt: Berkay Özcan: „Wir müssen daraus lernen“

Fast alle Profis verschwanden nach dem 2:3 gegen Darmstadt wortlos in der Kabine. Zu groß waren der Frust und der Ärger. Berkay Özcan gehörte zu den wenigen Spielern, die sich stellten. Wirklich erklären konnte er die Niederlage allerdings auch nicht.

Wie kann man so ein Spiel verlieren?

Berkay Özcan: Das hat man heute gesehen. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut im Spiel, haben früh mit 2:0 geführt. Wir hatten im Hinterkopf, dass es in dieser Konstellation mit einem Anschlusstreffer immer schwer wird und wollten voll auf das dritte Tor gehen. Das ist uns leider nicht gelungen. Dass wir das Spiel am Ende dann noch verlieren, ist natürlich sehr bitter.

Wie kam es zum Bruch im Spiel und wie kann man so etwas künftig vermeiden?

Eine 2:0-Führung ist immer gefährlich. Bei einem Gegentor kann sich alles schnell drehen. Das ist Fußball. Wir müssen da in der Zukunft einfach klüger und erfahrener sein. Wir müssen so schnell wie möglich das dritte Tor machen. Dann passiert so etwas nicht. Wir müssen daraus jetzt lernen.

Haben Sie so eine Niederlage als Spieler schon mal erlebt?

Ich kann mich auf jeden Fall nicht daran erinnern. Vielleicht irgendwann im Jugendbereich. Ich weiß es nicht.

Mit Union Berlin hatte ein Konkurrent am Freitag gepatzt, der HSV hätte einen riesigen Schritt machen können. Tut die Niederlage da doppelt weh?

Klar, aber wir konzentrieren uns in erster Linie auf uns. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, so trainieren wir und so gehen wir auch in die Spiele. Wir wissen, dass noch einige schwere dabei sein werden. Wir müssen jetzt weitermachen und dürfen uns nicht von unserem Weg abbringen lassen.

Wie lange braucht man, um so eine Niederlage zu verarbeiten?

Das wird ein paar Tage dauern. Vielleicht ist es ganz gut, dass jetzt erst mal eine Pause ist.

„Hamburg – meine Pille“: Die Highlights aus der Regional- und Oberliga aus Sicht der Hamburger Klubs in Zusammenarbeit mit „Sporttotal.TV“