Optimismus statt Panik: Vier Gründe, weiter an den HFC zu glauben

Halle (Saale) –

Das 2:3 gegen Energie Cottbus war ein Wirkungstreffer für den Halleschen FC. Nach der Last-Minute-Pleite im Ost-Duell beginnt bei so manchem Fan das Zittern: Zeigt das Team Nerven? Schwächelt der HFC plötzlich im Aufstiegsrennen? Und nimmt die bislang so erstaunliche Saison doch noch ein ernüchterndes Ende?

Unsere Einschätzung zeigt: Für Panik ist es viel zu früh. Und es gibt nach wie vor gute Gründe, weiter an den Halleschen FC zu glauben.

Die Lernfähigkeit

Rückschläge gab es schon vorher in der Saison: Das 0:2 gegen Zwickau zum Start, das 1:2 beim KFC Uerdingen oder das 0:2 in Osnabrück. Bislang kam der HFC stets gestärkt zurück und bewies Lernfähigkeit, Moral und eine stabile Mentalität. Dass ein 2:3 gegen Kellerkind Energie Cottbus weh tut, ist verständlich. Aber kann es wirklich das komplette Vertrauen erschüttern, das sich Ziegners Elf im Saisonverlauf bislang erspielt und verdient hat?

Das Mai-Comeback

Gegen Cottbus saß er schon auf der Bank, bald wird Sebastian Mai dann auch wieder für seinen HFC auf dem Rasen stehen. Zwar zählt Halle sicher zu den Drittligisten, die vom großen Verletzungspech bislang verschont blieben.

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Das anstehende Comeback von Sebastian Mai kann dem Halleschen FC Mut machen.Foto:imago images / Picture Point

Aber der Mai-Ausfall war ein herber Schlag, wie die bislang mäßige Rückrunde zeigt. Mit dem emotionalen Anführer ist der HFC ohne Frage ein besseres Team. Selbst wenn er für seine Topform noch etwas Zeit brauchen sollte, kommt sein Comeback gerade recht im Aufstiegs-Endspurt.

Die Konkurrenz

Natürlich sollte ein Aufstiegskandidat kein Heimspiel gegen einen Abstiegskandidaten verlieren. Aber so läuft das eben mal im Fußball, nicht nur in Halle. Machen es die anderen denn besser? Ein klares Nein. Der KSC verlor zeitgleich sang- und klanglos mit 0:3 gegen Schlusslicht Aalen.

Auch Verfolger Wehen Wiesbaden stolperte im Saisonverlauf daheim gegen Cottbus. Und selbst Spitzenreiter Osnabrück ging schon gegen Großaspach baden. Es gibt in der Liga keine „Übermannschaft“, die ohne Rückschlag durchmarschiert. Und Halle leistete sich bislang nicht mehr Ausrutscher als seine Konkurrenten.

Die Tabellensituation

15 Punkte holte Halle in der Rückrunde bislang, sicher kein Spitzenwert. Aber auch nicht so schlecht, schließlich waren nur fünf Mannschaften 2019 erfolgreicher. Und der HFC geht als Tabellendritter in die letzten zehn Spieltage. Er hat in der heißen Phase sogar einen kleinen Vorsprung auf Rang vier und einen komfortableren auf den Rest der Verfolger.

Mindestens ein halbes Dutzend Aufstiegsaspiranten würden gerne mit Halle tauschen, Heimniederlage gegen Cottbus hin oder her. Die Verfolger stehen weitaus mehr unter Druck als der HFC. Und der hat es nach wie selbst in der Hand, die Aufstiegsplätze zu verteidigen. (mz)