Shiffrin hat Hand an RTL-Kristall

Shiffrin reicht beim letzten Riesentorlauf der Saison ein Platz in den Punkterängen, um Weltmeisterin Petra Vlhova auf Distanz zu halten. Die Slowakin liegt nach dem ersten Lauf mit 97 Hundertstel Rückstand auf die Amerikanerin auf Platz vier. Vor Vlhova klassierten sich neben Shiffrin noch die Deutsche Viktoria Rebensburg (+ 0,59 Sek.) und sensationell die Neuseeländerin Alice Robinson (+ 0,84 Sek.). Die amtierende Junioren-Weltmeisterin lag bei der zweiten Zwischenzeit noch vor Shiffrin.

Detail am Rande: Auch in der RTL-Wertung betrug der Rückstand Vlhovas auf Shiffrin vor dem Rennen 97 Punkte. Die Weltmeisterin aus der Slowakei benötigt einen Sieg und eine Nullnummer von Shiffrin, sprich einen Ausfall oder einen Platz außerhalb der besten 15, um die 24-Jährige, die bereits die Kugeln für die Gesamtwertung, im Super-G und Slalom in der Tasche hat, noch von der Spitze der Wertung zu verdrängen.

Brem wieder beste ÖSV-Dame

Von den Österreicherinnen erwischte so wie zuletzt im tschechischen Spindleruv Mlyn auch in Andorra Eva-Maria Brem die schnellste Linie. Die Tirolerin, die sich zuletzt mit Platz sechs in der Weltspitze zurückgemeldet hatte, klassierte sich nach dem ersten Durchgang als beste ÖSV-Läuferin auf Platz acht, 1,99 Sek. hinter der Bestzeit.

„Es war generell okay, bei den Mutpassagen habe ich wieder gemerkt, dass ich zurückziehe. Ich hoffe, dass es im zweiten Durchgang besser geht, wenn ich mir das zutraue, ist sicher was drinnen“, sagte Brem im ORF-Interview. Bernadette Schild (+ 2,93), Katharina Truppe (+ 2,94) und und Katharina Liensberger (+ 3,02) landeten auf den Plätzen 13 bis 15. Ricarda Haaser eröffnet als 19. nach einem enttäuschenden ersten Lauf immerhin die Entscheidung.

Brem auf Rang acht

Die Tirolerin bestätigt auch in Soldeu ihre aktuell starke Form.

„Süßer“ Abschied von Hansdotter

Für das emotionale Highlight des ersten Durchganges sorgte Frida Hansdotter. Die 33-Jährige verabschiedete sich in blau-gelber schwedischer Tracht und mit blumengeschmücktem Helm in Soldeu in die Skipension. Als Abschiedsgeschenk gab es für Renndirektor Atle Skaardal und die Betreuer am Pistenrand traditionelle schwedische Kanelbullar – Zimtschnecken. Im Ziel wurde die Slalomspezialistin von ihren Kolleginnen mit einer Sektdusche empfangen.

Frida Hansdotter (SWE)

Reuters/Christian Hartmann

Hansdotter sagte im Kleid und mit einem Korb voller Gebäck dem Skizirkus Adieu

Hansdotter feierte in ihrer Karriere vier Weltcup-Siege im Slalom und drei davon in Österreich. Neben ihrem Premierenerfolg 2015 im slowenischen Krajnska Gora gewann Hansdotter 2015 und und 2017 in Flachau und schlug 2015 auch beim Slalom in Lienz zu. Der größte Coup gelang der 33-Jährigen aber 2018 in Peyongchang mit dem Olympiasieg. Insgesamt stand Hansdotter in Slaloms 34 Mal auf dem Podest. Neben ihren vier Siegen gab es 17 zweite und 13 dritte Plätze – die letzten beiden davon heuer bei den Slaloms von Killington und Courchevel im November bzw. Dezember des Vorjahres.

Hansdotters Abschiedsfahrt

Die Olympiasiegerin von 2018 verabschiedet sich nach 14 Jahren im Weltcup von der Skibühne.

„Ich wollte in meinem letzten Rennen etwas Spezielles machen ,deshalb habe ich die schwedischen Farben gewählt. Es war eine nette Fahrt“, sagte die 33-Jährige im ORF-Interview, „es ist schön, mit einem guten Gefühl aufzuhören. Ich kann noch immer schnell fahren ,aber jetzt werde ich ein neues Kapitel aufschlagen. Ich kann nicht mehr 120 Prozent geben. Jetzt werde ich eine Pause machen und dann schau ich, wie es weitergeht.“